Uwe Johnson und die Mauer

Lesung und Diskussion

Elisabeth Paefgen und Erdmut Wizisla im Gespräch mit Greg Bond
Aus Uwe Johnsons Roman Zwei Ansichten liest Uta Schulz

Für Uwe Johnson war die Teilung Deutschlands ein zentrales Thema seines Werkes. Nachdem eine geplante Dokumentation über Fluchthelfer 1964 gescheitert war, veröffentlichte er 1965 den Berlin-Roman Zwei Ansichten. Der Bau der Berliner Mauer 1961 fungiert darin wie ein „unerhörtes Ereignis“, das die von nun an getrennten Perspektiven – aus Ost und aus West – sowohl notwendig als auch unvermeidlich macht. Die Veranstaltung Uwe Johnson und die Mauer findet im Rahmen der von Annett Gröschner und Arwed Messmer kuratierten Themenwoche Berliner Mauer (8. - 12. August 2011) des Literaturforums im Brecht-Haus statt. Anlass ist der 50. Jahrestag des Mauerbaus am 13. August 2011.

Folgende Fragehorizonte stehen im Zentrum der Themenwoche: Wie wird 50 Jahre nach dem Bau und gut 20 Jahre nach dem fast vollständigen Verschwinden der Berliner Mauer historisch, künstlerisch und politisch mit diesem Bauwerk umgegangen? Gibt es inzwischen so etwas wie einen herrschenden Kanon in der Betrachtung des Bauwerks? Wie gehen Kunst, Literatur und Kulturwissenschaft mit dem Phänomen der Abgrenzung und speziell der politischen Teilung durch die Berliner Mauer um? Was hat sich in den letzten 20 Jahren an der Betrachtung des Bauwerks geändert und wie wird in 100 Jahren dieser Zeit gedacht werden? Unter dem Titel Uwe Johnson und die Mauer wird so auch eine Annäherung an Uwe Johnson und seine Perzeption der Mauer und der getrennten Welten gewagt. Aus seinem Roman Zwei Ansichten liest die Schauspielerin Uta Schulz, es diskutieren Elisabeth Paefgen, Erdmut Wizisla und Greg Bond.

Mehr Informationen finden sie hier.

Zeit: Freitag, 12. August, 20 Uhr
Veranstalter: Literaturforum im Brecht-Haus
Ort: Unter den Linden 40, 10117 Berlin
Eintritt: 
5€, erm. 3€