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Mit Uwe Johnson fing es an. Das Stasi-Thema in der zeitgenössischen deutschen Literatur

Vortrag von Dr. Matthias Braun

Uwe Johnson hat mit der Figur des Hauptmanns Rohlfs in seinem 1959 erschienenen Roman Mutmassungen über Jakob Maßstäbe für die literarische Behandlung des Themas Staatssicherheit in der deutschen Literatur gesetzt.
Ausgehend von Johnsons präziser und komplexer Herangehensweise untersucht Matthias Braun, mit welchen Erzählmustern und Schreibstrategien andere Autoren – wie Christa Wolf, Günter Grass oder Volker Braun oder auch jüngere Schriftsteller wie Thomas Brussig, Michael Kumpfmüller und Antje Rávic Strubel – vor und nach 1989 mit diesem mit Tabus und Klischees belegten Stoff umgegangen sind. Vor dem Hintergrund des Vergleichs der Texte und Methoden fragt Braun auch nach der Bedeutung des Themas Staatssicherheit für die deutsche Zeitgeschichte und welche Rolle es im kulturellen Gedächtnis der Deutschen spielt.

Dr. Matthias Braun, Literatur- und Theaterwissenschaftler, seit 1992 wissenschaftlicher Mitarbeiter und Redakteur der Wissenschaftlichen Reihe der Berliner Stasiunterlagenbehörde, forscht seit mehreren Jahren zum Schwerpunkt Wirkungsweise des MfS im Kulturbereich der DDR. Er beschäftigt sich dabei insbesondere mit der Darstellung der Staatssicherheit in der deutschen Literatur.

Termin: 25.1.2012 um 19.30 Uhr
Ort: Konferenzraum der Universität, Schwaansche Str. 2, 18055 Rostock

Der Eintritt ist frei


 
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Weil jedes Menschen Erfahrung löcherig ist

Unter dem Titel Weil jedes Menschen Erfahrung löcherig ist. Uwe Johnson und Walter Kempowski im Dialog findet vom 11. bis 13. Mai im Bürgerschaftssaal des Rostocker Rathauses eine international besetzte wissenschaftliche Tagung statt. Sie wird von der Uwe Johnson-Gesellschaft, der Kempowski-Gesellschaft Gießen und dem Kempowski-Archiv in Rostock gemeinsam ausgerichtet.

Die Veranstaltung richtet sich sowohl an interessierte Laien, Schüler und Studenten als auch an das Fachpublikum. Die Teilnahme ist kostenlos.

Am 12. Mai wird im Rahmen der Tagung auch die zweite Mitgliederversammlung der Uwe Johnson-Gesellschaft stattfinden, in der das Kuratorium der Gesellschaft satzungsgemäß neu gewählt wird.
Mit der Tagung werden Uwe Johnson und Walter Kempowski, die beiden bedeutendsten "Rostocker" Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, kontrastierend gegenüber gestellt. Dabei sollen Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Poetologie und Selbstverständnis beider Autoren sichtbar gemacht werden. Neben dem dokumentarischen Aspekt in der Arbeits- und Herangehensweise werden auch thematische Parallelen der Werke angesprochen: das Verhältnis von Landschaft und Welt, Familie und Erzählen sowie Heimat und Erinnerung. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass es dazu mehr zu sagen gibt, als in einer ersten Tagung zu fassen sein wird.

 

Folgende Referenten haben ihre Teilnahme zugesagt:

Prof. Dr. Carla Damiano, Eastern Michigan University, Ypsilanti
Andreas Grünes, M.A., Universität Gießen
Prof. Dr. Lutz Hagestedt, Universität Rostock
Prof. Dr. Tom Kindt, Friedrich-Schiller-Universität Jena
André Kischel, M.A., Universität Rostock
Dr. Alexandra Kleihues, Universität Zürich
Prof. Dr. Volker Ladenthin, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Prof. Dr. Norbert Mecklenburg, Universität zu Köln
Dr. Anja-Franziska Scharsich, Literaturhaus "Uwe Johnson", Klütz
Dr. Kai Sina, Georg-August-Universität Göttingen
Maria Weiße, M.A., Hamburg
Beate Wunsch, M.A., RWTH Aachen

Nähere Informationen folgen in Kürze. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.


 
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Vorstellung des Johnson-Jahrbuchs 18

Im Dezember 2011 ist das neue Johnson-Jahrbuch erschienen, es trägt die Nummer 18. Es ist ein in vieler Hinsicht besonderer Band, und gerade dadurch zeigt er an, wie der Alltag der Gesellschaft beschaffen ist. Es ist das zweite Jahrbuch, das im Auftrag der Uwe Johnson-Gesellschaft herausgegeben wurde – und das dritte Johnson-Jahrbuch, das 2011 erschien. Damit ist der ursprüngliche Turnus – ein Jahr, ein Jahrbuch – wieder hergestellt. Die Gesellschaft zeigt an, dass sie kontinuierlich arbeitet. Wie gewohnt bildet der Band den aktuellen Stand der Forschung ab und informiert darüber hinaus über neue Vorhaben der Gesellschaft.

Am Donnerstag, 12.01.2012, um 19:30 Uhr stellen wir den neuen Band im Konferenzraum der Universität Rostock (Schwaansche Str. 2) vor. Dazu laden wir alle Mitglieder, Freunde und Interessierte herzlich ein.

Im Rahmen dieser Veranstaltung machen wir Sie mit dem Projekt Uwe Johnson in der Schule und einigen Forschungsvorhaben des Rostocker Nachwuchses bekannt. Außerdem stimmen wir Sie auf unsere gemeinsame Tagung mit der Kempowski-Gesellschaft Gießen und dem Kempowski Archiv Rostock ein, die vom 11.-13. Mai 2012 im Rostocker Rathaus stattfinden wird.

Wir freuen uns auf die Gelegenheit, mit Ihnen gemeinsam auf das neue Jahr und das Jahrbuch anzustoßen.